Raffaello Sanzio Architetto

von Klaus Huneke, Dipl. Ing. Architekt

Das Buch

Raffaello Sanzio ist als Maler weltberühmt, als Architekt bis heute unbekannt, vergessen. Die Gründe sind sein früher Tod und die kurz darauf folgenden politischen Umbrüche, weshalb viele Bauten unvollendet blieben.

Das Buch von Klaus Huneke rückt den Architekten Raffael wieder in den Blickpunkt.

In diesem Buch eines Architekten über den Architekten Raffaello Sanzio werden Raffaellos Entwürfe seiner Kirchen und Villen vorgestellt, teilweise rekonstruiert, zeichnerisch dargestellt und visualisiert, um sie dem Betrachter verständlicher zu machen. Das architektonische Werk Raffaellos ist von der kunsthistorischen Forschung bis heute nicht entsprechend erkannt worden, obwohl Raffaello einen Großteil seiner phänomenalen Lebensleistung in die zahllosen, nur zum Teil realisierten baulichen Entwürfe investiert hat.

Sein Werk, das für einen Höhepunkt in der Geschichte der Architektur steht, ist noch nie in anschaulicher Form zugänglich gemacht worden, da die aufwändige Visualisierung seiner Entwürfe erst durch die langjährige Arbeit des Architekten Klaus Huneke an den Originalfundplätzen, verbunden mit modernster Computertechnologie möglich wurde.

Der opulente Band ist für Historiker, Architekten und Kunstliebhaber ein wichtiges, wenn nicht unverzichtbares Nachschlagewerk.


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Raffaello Sanzio Architetto

von Klaus Huneke

Info: Der Maler als Architekt - Seine Kirchen und Bauten

Beschreibung: Durchgehend farbig gedruckt auf Bilderdruckpapier

282 Seiten, gebunden, DIN A 4
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 98.00 €
ISBN: 978-3-936117-52-3

Erhältlich driekt beim Verlag ars et unitas und im Buchhandel.

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Was ist eine architektonische Rekonstruktion eines Gebäudes?

von Klaus Huneke

Die Grundlagen einer architektonischen Rekonstruktion sind:

  1. Das exakte Aufmaß des Gebäudes oder der Gebäudereste
  2. Eine genaue Aufnahme des Geländes mit Höhenlinien, genordet, möglichst in Form eines amtlichen Katasterplans.
  3. Die überlieferten historischen Pläne und ihre Verbindungen mit anderen Bauten des Architekten.
  4. Kenntnisse über die historische Funktion des Gebäudes.
  5. Kenntnisse über die Baukonstruktionen und die Arbeitsweisen zum Zeitpunkt der Entstehung.

Das Ergebnis sollte eine zeichnerische Darstellung des Gebäudes oder der Anlage im einheitlichen Maßstab mit Ansichten, Grundrissen und Schnitten sein. Wünschenswert ist eine Visualisierung, da hierbei noch „weiße Stellen“ korrigiert werden können.

Bereiche, über die keine ausreichenden Grundlagen vorhanden sind, können nur angedeutet werden.

Ansicht: Vorlage - Rekonstruktion

Schnitt: Vorlage - Rekonstruktion

Grundriss mit Konstruktionslinien

Beispiele aus der architektonischen Rekonstruktion des Wettbewerbentwurfs von Raffaello Sanzio für die Kirche San Giovanni dei Fiorentini in Rom nach einer alten Kopie. Die Zeichnungen stammen aus dem Buch "Raffaello Sanzio Architetto" von Klaus Huneke.

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Kommentar

Welche Gedanken, wie viel Können und harte Arbeit, welche genialen Ideen in architektonischen Wettbewerben entfaltet und verschwendet werden, wissen Architekten am besten. Die eingereichten Projekte bleiben meist Papier – nur einige werden ausgewählt und prämiert, aber auch dann nicht immer ausgeführt.

Klaus Huneke hat sich ein nur in einer Zeichnungskopie überliefertes Projekt aus einem berühmten, historischen Wettbewerb vorgenommen und versucht, die „ungebaute Architektur“ so zu rekonstruieren, daß eine anschauliche Vorstellung des einst geplant und Vorgeschlagenen entsteht: Raffaels nie zur Ausführung vorgesehener Entwurf für die Kirche San Giovanni dei Fiorentini in Rom aus der 1519 ausgeschriebenen Konkurrenz, wie er in der erst 1984 publizierten Zeichnung im Münchner Stadtarchiv überliefert ist.

Drei Gründe fordern ihn dazu heraus: Die Vorliebe für zentrale Kuppelbauten in der Geschichte der Baukunst, seine Bewunderung für den Malerarchitekten Raffael und die ihm eigene, in langer Praxis entwickelte Entwurfssystematik, die in ihm den Wunsch erweckte, das nur in Knechtsgestalt und ohne Grundriß überlieferte Projekt rekonstruierend zu vollenden und in seiner Großartigkeit darzustellen.

Aufgabe des Wettbewerbs war, den in Rom lebenden Florentinern eine Nationalkirche zu entwerfen, die dem Stadtpatron von Florenz, Johannes dem Täufer, geweiht werden sollte. Raffael, das zeigt uns nun Klaus Huneke, reichte ein Projekt ein, das den Achteckbau des Florentiner Baptisteriums mit der antik-römischen Kuppelrotunde des Pantheons verschmilzt und von einem Kranz überkuppelter Kapellen umgeben ist, die untereinander zu einem Umgang verbunden sind. Vorgelagert ist eine Vorhalle mit übergiebelter Tempelfront, die von hohen Türmen flankiert wird.

Das Ergebnis der Rekonstruktion bleibt, das ist Klaus Huneke bewußt, hypothetisch – die Position und Zahl der Türme, die Annahme des Umgangs, die Tiefe der Vorhalle und die Kuppellaternen bleiben diskutierbare Elemente. Aber dem rekonstruierenden Architekten sind sie aus der Systematik des Entwurfs, wie er ihn liest, konsequent. Zugleich verrät das Resultat in der sinnlich greifbaren Gestalt des Baus und seiner Räume, in der Verteilung der Baumassen, in den Lichtführungen und den proportionierenden Details ein feines und tiefes Verständnis der Architektur Raffaels, geschult an genauen Beobachtungen in der Capella Chigi, der Kirche S. Eligio, der Villa Madama und den gleichzeitigen Entwürfen des Meisters für die Peterskirche, so daß die Rekonstruktion als Ganzes wie im Einzelnen hohen Wahrscheinlichkeitsgrad hat und den Absichten Raffaels nahe kommt.

Kunsthistoriker mögen die zugrunde liegende Zeichnung im Einzelnen anders beurteilen, zögerlicher rekonstruieren, Alternativen aufzeigen oder historische Bedingungen wie den vorgesehenen Baugrund und die faktische Einbindung ins Stadtgefüge (Lage am Tiber) berücksichtigen. Dem systematisches Entwerfen gewohnten Architekten sind solche Überlegungen bekannt. Ihm ist aber jeder Wettbewerbsentwurf vor allem ein Idealentwurf, und als solchen hat er ihn rekonstruiert. Er hebt damit zugleich eine der genialen architektonischen Ideen Raffaels in unser Bewußtsein, die man auf den ersten Blick der Münchner Zeichnung nicht ansieht: Eine vom Boden aufstehende Kuppelrotunde mit hinterlegter, oktogonaler Struktur aus Pfeilerarkaden, gestützt durch den Umgang aus Kapellen, flankiert von hohen Türmen und von der Stadt her eingeleitet durch eine oktastyle, übergiebelte Tempelfront: Städtebaulich ein weithin sichtbarer Kontrapunkt zur neuen Peterskirche und zwischen dieser und dem Pantheon die Waage haltend.

Mit dieser Interpretation der Zeichnung präzisiert Klaus Huneke unsere Kenntnis von Raffaels Architektur wesentlich und macht die großartige Wettbewerbsidee des Künstlers über das Papier hinaus mit modernen Methoden anschaulich.

Fritz Eugen Keller

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Klaus Huneke
Dipl. Ing. Architekt
Milchstraße 23
20148 Hamburg

Tel.: 040 – 4103694
klaus.huneke@web.de

© Klaus Huneke

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